Bei den Nazis nichts Neues

Mit einem Judenstern kommt Inka Pabst auf die Bühne, sie IST, laut Programmflyer Sonja Kogan, Tänzerin und Halbjüdin in Nazideutschland. In der szenischen Lesung spielt sie allerdings die Memoiren von Kogan als Erfahrung einer hysterischen Pubertierenden. Ihre projizierte Ballettperformance begeistert dagegen durch gute Kameraführung und starke Körperlichkeit, sodass man fast wünschte, der Text würde einfach dezent dazu gelesen, dann hätte er tatsächlich Raum um zu wirken. Bleibt zu hoffen, dass Pabst bei der Premiere Anfang März im theaterforum Kreuzberg, wenn sie nicht hinter einem Tisch mit Wasserglas gefangen ist und dies scheinbar kompensieren muss, einen besseren Zugang zur Figur findet. Im Video zeigt sie, dass sie ihn eigentlich hat. (kwf)

WOO Company und R.M. Productions: Ab diesem Tag wurde ich ein ganz und gar glücklicher Mensch

 

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