Kafka hatte Urlaub

Durch hysterisch-clowneske Protagonisten wird trotz des gänzlich schwarzen Bühnenbilds der Beamtenalltag als Blaupause herangezogen, um das Publikum im Moment des allgemeinen Wiedererkennens zum Lachen zu bringen. Die schönen Ideen, die in der Darstellung von Büroequipement und Mechanisierung von Arbeitsabläufen stecken, gehen leider im Kippmoment zwischen Groteske und Albernheit verloren. Dem „Making of“, in dem typisierte Probenpannen sich mit Filmzitaten und einem wohl unvermeidlichen Gangster-Rap in einer beliebigen Revue reihen, dient als Schlusswort natürlich Goethe. Jaques Tati hätte das mit Sicherheit besser gemacht und Kafka hatte bei einem so übermächtigen Leslie Nielsen sowieso keine Chance. (luk)

Die Gruppe um Herrn Schmittering: Auf´m Amt

 

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