Nehmt den Pollesch aus dem Mund!

Mitschnitt: „Ja, aber ich meine nach welchen Regeln schlafe ich mit dir? Können wir miteinander schlafen nach meinen Regeln? Aber dieser permanent kreativ-ökonomische Ausscheidungswettkampf hier! Dieser Unternehmerdruck, dieser postdisziplinäre Gegenwartsimperativ, ich hasse diese FDP-Kunstkacke, diese Nazi-Kalkulier-Vernunft! Ich meine das ist ja auch mein Alltag hier! Einfach mal raus aus diesem geleckten, patriarchal-zweckvoll-harten Scheiß, diesem postmodernen, turbokapitalistischen Kunstkram-Dschungelcamp. Hast du schon mal vernünftig gevögelt?“

Und genau: Dann noch ein bisschen Trash zur Theorie, Philosophie und Pop mixen, Soziologendeutsch-Gewitter meets Umgangs-Slang und das Wort „Scheiße“ wie ein Satzzeichen verwenden. Irgendwie erinnert mich das an jemanden. Ja: Pollesch. Nur dass man dem die Diskurs-Jonglage abnimmt und seinen Darstellern „die Scheiße“ glaubt. (mak)

Malte Schlösser: Kann ich deinen Diskurs mal in den Mund nehmen? Geborgenheit üben reloaded.

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