Wir sind nicht mehr die Jüngsten

Dieses Stück hat meinen Abend gerettet. Die drei Performerinnen handeln in einer tour de force kurz mal alles ab, mit dem die NEON seit Jahren ihre unsäglichen Seiten füllt: Praktikum, Freundschaft, Überforderung, prekäre Arbeit, Liebe. Unterstützt von einem glänzend aufgelegten Showmaster improvisieren sie ihre Biographien mit einer äußerst sympathischen Spielfreude. Dabei nehmen sie sich mal selbstironisch gegenseitig auf die Schippe, dann wieder kippt das Stück plötzlich in eine unsentimentale und wahrhaftige Ernsthaftigkeit. Schöne Choreographien an unvermeidlichen Apple-Laptops trennen die Kapitel, auf einer Stange hängen Glitzerkleidchen, das Prenzberg-Inventar ist also komplett. „Was muss man gleich unbedingt noch machen?“, fragen die drei atemlos. Klatschen. (kwf)

000A: Don’t cry – work!

Advertisements