In der Ruhe liegt nichts

Der Klang von tropfendem Wasser, eine deutlich altersgezeichnete Frau, die mit sinnfreien, aber hübsch anzuschauenden Handbewegungen in Zengärtnermanier ein Blumengesteck sortiert. Ansonsten: nichts. Ruhe, rundherum Dunkelheit, minutenlang. Ich denke an Miniaturzengärten, möchte mich gerne auf Momente der Langsamkeit einlassen. Was als meditative Installation mit Lebendobjekten beginnt, wächst sich zu einem Mutter-Tochter-Konflikt aus, als eine jüngere Frau auftaucht. Ein zärtlich-grober Kampfkunstreigen beginnt, getragen von bedeutungsschwangerer Belanglosigkeit. Wie zu viele westliche Interpretationen fernöstlicher Ästhetik, verläuft sich leider auch dieser Versuch in puristisch-dekorativem Kitsch. Die Augen fallen mir zu vor Besinnlichkeit. Mein Nebensitzer hat sich bereits der geistigen Dämmerung ergeben, zu gerne würde ich ihm folgen. (re)

(Nach Auseinandersetzungen mit der Performerin, erkläre ich mich bereit, die Namen der Performer und den Titel ihrer Performance von diesem Blog zu löschen, um der Festivalleitung weitere Unannehmlichkeiten zu ersparen.)

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