Sleep is the Enemy

Der Versuch, die drei Figuren dieses Stücks in eine andere als eine rein thematische Beziehung zueinander zu setzen, führt in die Irre. Vielmehr verkörpern sie verschiedene Facetten eines Leidens. Gefangen zwischen Schlaflosigkeit und -zwang, lassen sie sich fallen und werfen ihre Körper von sich im beharrlichen Bestreben, wieder auf die Beine zu kommen. Auch das Bühnenbild bleibt deutungsoffen: Die von der Decke hängenden Kartoffelnetze drücken die Szenerie ins Unterirdische. Keller, Erdreich, Unterbewusstsein, das Verborgene, Unbegreifliche, sich aufdrängend im Zustand der schlaflosen Besinnungslosigkeit. Die Performer übergeben bald das Wort an die Stimmen aus dem Off: Leidensberichte von Narkoleptikern. Der letzte Versuch: die Kreideskizze eines Schlafzimmers als unerreichbare Utopie. (re)

Foto: Renate Baricz

 

Muskauer: In Nächten und Händen

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