So viele Hosen

Elektrobeat, Spotlight: ein zuckendes, orangefarbenes Schlafsackbündel. Heraus schält sich Arne Graeff. Er schält sich abgesehen davon innerhalb der folgenden Stunde aus unglaublichen! elf! Hosen. Jedenfalls hat der Typ Bühnenpräsenz, obwohl seine Rolle überhaupt nicht weiß, wohin.

Die One-Man-Show arbeitet den gängigen adoleszenten Problem- und Fragenkatalog ab. Es geht um Sexualität, Liebe, Selbstfindung und den Druck, ständig irgendwas machen zu müssen, am besten besser. Durchbrochen wird das, als Graeff sich im Schlafsack-Superman-Kostüm in einer Schlinge durchs Spotlight schwingt. Und als er im türkisgrünen Netzoberteil die Welt in Form einer Diskokugel fickt. Und dann bricht Plüschhund, der etwa 50 Minuten funktionslos auf der Bühne rumliegt, in hysterisch-fatalistisches Lachen aus, bei all den existentiellen Fragen, die da verhandelt werden. Existentiellste Frage: Wie geht das mit diesen Hosen? (mak)

Theater All You Need: Verpissen gilt nicht

Advertisements