„Was ist das, glücklich sein?“

Das Stück von Schülern der Schauspielschule Charlottenburg zeigte im Grunde alles, was man dort lernt: Akrobatik, klare Aussprache, präzises Spiel – leider zu präzise und deshalb eher mechanisch. Die Schauspieler neigten dazu, immer wieder ins Laute auszubrechen, schienen sich den Text nicht wirklich zu eigen gemacht zu haben. So schaffte es das Stück nicht, den Zuschauer in seinen Sog zu ziehen, da halfen auch die Schauspielkollegen nicht, die zum applaudieren gekommen waren. Es liegt noch Arbeit vor den Darstellern, ebenso am Stücktext: Dieser wirkte eindimensional, eingebaute Zitate wie „das richtige Leben im falschen“ (Adorno) malten ein abgegriffenes Bild des Gewöhnlichen. (mfh)

Ayshe Gallé & Schauspielschüler der Schauspielschule Charlottenburg: Der Scan

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