Das Gewicht der Welt

Was würde Brinkmann nur zur Massenarbeitslosigkeit sagen, zur Finanzkrise, zur Perspektivlosigkeit der Generation, die gerne als Generation Praktikum betitelt wird und sich selbst nicht als eine Generation sieht? Man weiß es nicht. Doch Brinkmann: 25 Sandsäcke und ein Haufen Depression fängt die Brinkmannsche Weltsicht ganz gut ein. Das Bühnenbild: 25 Sandsäcke. Das Personal: Depressive Stimmen, sowohl aus dem Off, als auch durch eine Performerin personifiziert auf der Bühne. Etwas von Sarah Kanes Psychose, jedoch thematisch um Depression und Burnout kreisend, die hier leider an manchen Stellen gleich gesetzt werden. Ein Video im Hintergrund zeigt Lybienbilder, die Performerin kreist in ihren Gedanken mal um Lybien und Afrika, zu denen sie trotz intensiven Verfolgens der medialen Berichterstattung keinen persönlichen Bezug kriegt, mal um ihre Angst vor dem Nicht-Funktionieren, der Angst beruflich zu versagen. (ell)

Brinkmann: 25 Sandsäcke und ein Haufen Depression

Von und mit: Anne-Katherine Münnich, Thomas Köck, Héla Hecker

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