„Mum und Dad waren noch Kinder, als sie heirateten. Er war achtzehn, sie war sechzehn, und ich war drei.“

© Bernhard Beer

Eine Stunde Blues. Von der Musik getragen macht man Bekanntschaft mit einer Sängerin, die in die Jazzgeschichte eingegangen ist. Mehr als sieben Musikstücke unterbrechen den biographischen Erzählfluss einer weißen Billie Holiday. Exzentrisch und überdreht bietet sie Bruchstücke ihrer Vergangenheit dar. Das Gefühl und der Schmerz kommen erst im Gesang zur Geltung. Dort zeigt sich die gesamte Emotionalität, die sie nie richtig in Sprache ausdrücken kann. Wenn sie ohne die Musik erzählt, dann sind es nur Flüche und Verwünschungen, die ihr über die Lippen kommen. Im Groove flüstert das Leben seine Töne ein und lässt die Grenzen zwischen Bühne und Realität verschwimmen. (ail)

cinéma des étoiles: Billie Holiday – Lady Sings The Blues. Ein Theaterkonzert

Mit: Miriam Rave, Instrumente: Anna von Gehren, Pitte Haese, Jan Wilkendorf, Michael Schulze, Florian Kolditz

 

Advertisements