Bauchweh

Ein Mikrofon, keine Effekte, ein Darsteller und kein Text – das wird etwas Beruhigendes, dachte ich. Das Kontrastprogramm zu der Wort- und Materialschlacht des Stückes zuvor. Doch weit gefehlt. Die Performance entpuppt sich vielmehr als das Klagelied eines verstümmelten Wesens auf seine jämmerliche Existenz. Es zuckt, windest sich und wimmert, dieses Wesen. 40 Minuten lang. Das ist anstrengend. Die Geräusche, die die Gestalt ausstößt, entfachen ein tiefes Unwohlsein – irgendwo in der Bauchgegend. Deswegen müssen einige Leute frühzeitig den Saal verlassen. Andere lachen. Ich gehöre zu denjenigen, die gehen. Auf dem Weg nach draußen höre ich sie erleichtert aufatmen. (as)

Anna Weißenfels / Frauke Gerhard: hybridgame

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