Das Streben der Organismen

Sie winden sich, verknoten sich, kämpfen um ihren Platz. Sie steigen an einander empor und drücken sich gegenseitig wieder auf den Boden. Die Bewegungen der vier TänzerInnen erinnern an das Wachstum von Pflanzen im Zeitraffer – immer der Sonne entgegen. Daraus ergeben sich teilweise groteske Figuren, die zu kleinen Karikaturen des Strebens an sich werden – mitunter bekommt der Tanz eine Note von Slapstick. Einmal oben angekommen scheinen die DarstellerInnen sich erhaben zu fühlen. Das Stück entwickelt zwar eine organisch fließende Kraft, fügt der Idee von Menschen und Macht auf Kosten anderer Menschen aber nichts Neues hinzu. (kat)

Dominika Willinek: On People and Power

Choreografie und Konzept: Dominika Wilinek, Tanz und Mitentwicklung: Anja Kolmanics, Chizu Kimura, Fabian Cohn, Susanne Mayer, Musik: Heiko Tubbesing, Kostüme: Noélie Verdier

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