Krieg oder wo bleibt der Friede?

Wo soll man eigentlich hinschauen? Auf die Leinwandprojektion? Auf die Schauspieler, auf den „Richter“ am Pult? Wo soll man hinhören? Auf die mehrsprachigen Dialogfetzen, die durch die Runde fliegen, die Musik, die Laute oder dem Gesang der Schauspieler? Die Impressionsflut überwältigt und erstickt. Worum geht es überhaupt? Trauerarbeit? Den Krieg? Seine Verbrechen? Pures Chaos herrscht. Zu viele gestellte Fragen und zu viele angesprochene Themen, lassen Intentionen verwischen. Gibt es noch Hoffnung oder sind wir alle verloren? Vielleicht verlieren wir auch gegen die dunklen Seiten unseres Selbst? Bitte, keine Fragen mehr. Eine klare Antwort wäre zwischen Leichenschändungs- und TV-Show-Imitations-Momenten ganz gut. (ail)

Stavros Yagulis – OPEN s YSTEM, devised theater company : WAR_the exile of beauty (work in progress)

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