Was für ein Kasperletheater

© Christopher Rohde

Nackte Barbiepuppen, Gartenzwerge und Pin Up Girls auf Pappwänden – die Originalität des Bühnenbildes entspricht exakt dem Niveau des Stückes. Sex sells als Methode für einen Vater-Sohn-Konflikt: Das ist geschmacklos. So sind dann auch zwei fickende Handpuppen der Höhepunkt des traurigen Schauspiels. Leider schon erreicht bei Minute 10. Danach folgen nackte Haut und Textschwalle, die endlos weit von den klischeebelandenen Erscheinungen auf der Bühne entfernt scheinen. Auch die inflationär eingesetzten Puppen können die Kluft zwischen Form und Inhalt nicht vermindern. Infantilität par excellence. Wäre die Fremdscham ein Penis, sie würde definitiv noch größer sein als die fünf Socken starke Attrappe in der Hose des Hauptdarstellers. (as)

Cnaan Theater: Der Phantast

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