Die schönsten 100 Grad Momente von…

Matthias Lilienthal, Leiter HAU

„Es ist immer schön, wenn ich merke, dass ich jemanden für Theater begeistern kann. Zum Beispiel stand unser Jugendclub Viruz am Donnerstag vor der Bordell-Installation im HAU1 rum und die fanden das voll eklig. Das sind junge Frauen mit einem Migrationshintergrund. Nachdem sie drinnen waren, kamen sie dann aber total begeistert wieder raus. Sie fanden das irgendwie interessant und gleichzeitig abstoßend.“

„Eine lustige Panne ist bei Florentina Holzinger und Vincent Riebeek passiert, deren Performance abgebrochen werden musste, weil sie überzogen hatten. Ich habe mich dann dafür entschuldigt. Sie meinten aber, das sei kein Problem, die Performance hätte eh noch eine halbe Stunde gedauert.“

„Ein Stück, das mir vom letzten Jahr sofort einfällt, ist „Machina-eX“ und wie man versucht, die Bombe von einem Professor zu entschärfen und dabei alle DOS Programmiersprachen der 80er Jahre noch mal in den Computer hacken muss.“

„Ich habe mich vorhin zeichnen lassen, das war eine schöne Verschnaufpause. Die Installation besteht darin, dass man sich selber der Nachwelt überlässt.“

„Markus&Markus war gleichzeitig scheiße und irgendwie total gut. Weil ich viele von den Dokumentaraufnahmen von Maschmeyer so noch nie gesehen hatte und gleichzeitig wurden so viele Mittel benutzt, dass es dann auch ein bisschen schwierig war.“

„Voriges Jahr war da das Kind von Anja Quickert, so eine 12-jährige Göre, die hat immer abends um elf geschrien: Noch ein Stück, noch ein Stück!“

„Gestern haben wir alle eine tolle Party gefeiert, ich konnte mich da so anonym durch bewegen. Das mochte ich. Ich und Micky Esch haben zueinander gesagt: 100 Grad gibt’s auch noch, wenn wir beide weg sind.“ (xe)

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