Einnehmende Kommunikationsanalyse

Bis auf Musik und Dialog spielt sich fast keines der Ausdruckselemente zu oder hat etwas miteinander zu tun. Die vier Schauspieler rezitieren in Kimono und mit weiß geschminkten Gesichtern aus Dostojewskis „Idiot“. Japanische Ästhetik meets russische Prosa. Die Bewegungen der Protagonisten: ein hypnotischer sich wiederholender Kanon aus übertriebenen Gesten mechanisierter Aufziehpuppen. Sie brüllen und über- oder fehlbetonen ihre Einsätze mit Absicht. Die Geschichte von Nastassja Filipovna und Myschkin bildet den Rahmen und hat doch wenig mit der Darbietung selbst zu tun. Kontext, Subtext und Text stehen alleine da. Der Zuschauer kann sie nach Belieben zu einem eigenen Sinn-Interpretations-Konstrukt zusammenbauen. (ail)

Theaterlabor Berlin : Kabuki Gesichter der Idiot

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