Tatort: Altersheim

Nach Ausschwitz kann es keine Sprache mehr geben, so Celan: Der Blinde Fleck, das sind einem Aufnahmegerät anvertraute Erinnerungen traumatischer Kriegserlebnisse während des zweiten Weltkrieges. Dem Soldaten, einem Deutschen, setzt die Erinnerung beim Versuch seiner Lebensbeichte immer wieder aus, am Ende verstummt er, da er keine Worte für die grausamen Bilder vor seinem inneren Auge finden kann. Ein junger Mann, ein Aufnahmegerät und eine Abdeckplane sind das Personal dieser Aufführung. Das ist auch das Problem: Obgleich die Thematik so berührend sein könnte, der Darsteller den Text überzeugend vorträgt und es ihm mehrmals gelingt, mit dem Material der Abdeckplane gelungene Bilder zu erzeugen, bleibt es bei einer 1:1- Umsetzung der literarischen Vorlage. Das ist schade, denn die trägt keine 40 Minuten. (ell)

Checkh-Off-Players : Blinder Fleck

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