Super/Hässlich

So oft gibt’s das ja nicht, volle Aufmerksamkeit von Anfang bis Ende. Klar, Moran Sanderovich hat’s da auch eher leicht bei 20 Minuten Performancedauer. Und trotzdem: so genau schaut man selten hin. Irgendwas schiebt sich in Superslomo auf die leere Bühne. Sieht irgendwie ungesund aus, hat Krücken statt Arme, an den Beinen lange, knorpelige Fortsätze und statt Gesicht viel zu viele Haare. Eine faszinierende und beneidenswert elastische Kreuzung aus Vormensch und Ingwergeflecht. Seine Leidenschaft: irgendwas zwischen Fortpflanzung und Selbstzerstörung. Körperteil gegen Körperteil. Und es klappt! Am Ende schlüpfen 4 haarige Knorpelbabys mit Aufziehmechanismus. Wer will da schon Augen sehen bei so viel Körper. (mm)

Moran Sanderovich: Shapeskin

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