Irgendwann in Stettin…oder: Das war die Preisverleihung des 100° Festival 2012

Bunt, ausgefallen, abgefahren, pretenziös, kapriziös: Schön war’s, ein wahrer Rausch. Nach vier Tagen Theatermarathon und Joggingeinlagen zwischen den HAUs haben sich die Überlebenden (von seitens der Redaktion nur noch 2, der Rest lag  scheintot im oder neben dem Bett…) in den Sophiensaelen versammelt, um dort die Crème de la Crème zu küren.

Es war sicher nicht leicht für die 10-köpfige Jury eine Entscheidung zu treffen, denn nach welchen Kriterien kann man so vielschichtige Darbietungen erfassen? Wir gehen davon aus, dass fast alles in den letzten Tagen Gezeigte wirklich ziemlich großartig geraten ist. Jedoch sind Formen und Inhalte so dermaßen unterschiedlich, dass es schwer fällt, Vergleiche anzustellen. Was die Jury dann also wahrscheinlich (ver)suchte, war die besten Vertreter aus den verschiedenen Kategorien zu bedenken.

Und das ist dann auch die andere Seite des Festivals: Trotz vier Tagen Chaos, Overload, Trashtalk und Albernheit werden die Produktionen auf der Plattform des 100Grad ernst genommen, und von der Jury mit hohen, manchmal etwas kryptisch-komplex geratenen Begründungen versehen und gekürt.

  

© Arne Schmitt

Vanessa Stern und René Michaelsen, ihr Adlatus und Korrektiv, moderierten durch den Abend samt Federboa und Trompete. Es wurde gewitzelt, gefrotzelt und darüber viel gelacht, und ein völlig relevanter Streuselkuchen- und Suppenspiegel in Diagrammform präsentiert (welches 2013 als ein schlechtes Jahr für allerlei Flüssigspeisen prophezeit). Nebst der traditionellen Flasche held-Vodka und selbstgeschmierten Butterstullen bekam man auch einen Saunagutschein ausgehändigt. Und dank der launigen Moderatorin sind die Gewinner nun auch darauf vorbereitet, horrende Preise für Ofenkartoffeln zu zahlen.

Hier nun die Preisträger:

Für das HAU:

–        Florentina Holzinger and Vincent Riebeek – Spirit

© Arne Schmitt

–        Musiktheater bruit! – Es glaubt es rauscht

© Arne Schmitt

–        Anna Nowicka – Fire burning in your hair

Sophiensaele:

–        Johanna Castell – Analog Avatar

–        Leyla Postalcioglu – roof

© Arne Schmitt

Publikumspreis:

HAU:

–        Sybille Polster, Dylan Nicole Bandy – Strangers in a Song – Oper auf Bestellung, am Telefon, live und jetzt

© Arne Schmitt

Sophiensaele:

–        Anne Schneider – SCHWESTERHERZ

© Arne Schmitt

Herzlichen Glückwunsch von der 100Wort-Redaktion!

Und weil einem so warm ums Herz wird, jetzt beim Rückblicken auf die freudigen Gesichter, möchten wir uns an dieser Stelle bei denjenigen bedanken, die alles möglich gemacht haben:

Den Technikern und dem Personal der Häuser, den Praktikanten, Caro, Juliane, den Mitternachtssprechern, Gott, Matze Lilienthal, den Shuttle-Fahrern, unserem Manager, den Barteams, unseren Müttern, dem Catering, den DJs und Bands und natürlich dem Publikum!

Damit möchten wir verbleiben, euch und uns und vor allem unseren Nachfolgern alles Gute wünschen und rufen: Bis zum nächsten Jahr!

Eure 100Wort-Redaktion

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