Monatliches Archiv: Februar, 2012

Sterbeparty zu Elektromusik

von

Wahrscheinlich hat man als philosophierender, verzweifelter Adoleszent schonmal einen Werther-Moment gehabt und sich seinen Selbstmord in plastischer Detailvielfalt ausgemalt. Die Thematik des Freitods und der aktiven Sterbehilfe behandelt der Jung-Regisseur, indem er sich… Weiterlesen

Don Quijote-Poesie

von

Masten, ausfahrbar per Kurbel und auch noch an Männerrücken geschnallt. Geniale Kostümidee! Oder eine Anspielung auf Kapps Prothesengott, der seine Sinne erweitert. Praktisch allemal: Zum Drauflehnen und Anlehnen oder als drittes Bein. Die… Weiterlesen

Einnehmende Kommunikationsanalyse

von

Bis auf Musik und Dialog spielt sich fast keines der Ausdruckselemente zu oder hat etwas miteinander zu tun. Die vier Schauspieler rezitieren in Kimono und mit weiß geschminkten Gesichtern aus Dostojewskis „Idiot“. Japanische… Weiterlesen

„Ich habe eine Nacht im Kühlschrank verbracht“

von

„Klappst du dein Sandwich auf bevor du es isst?“. Bizarre Fragen und Antworten aus dem Off. Eine Frau erzeugt Standbilder in schneller Folge, welche ein paranoides Gefüge entstehen lassen. Sie zeigen die Protagonistin… Weiterlesen

„Willkommen bei der Putz-Putz-Pussy Show“

von

Frau zu sein heißt auf dem Schlachtfeld sein, immer und überall die Konkurrenz ausstechen zu wollen. Einen solchen erbitterten und ironisierenden Boxkampf liefern sich die zwei Tutu-tragenden Darstellerinnen dieses Stückes im wahrsten Sinne… Weiterlesen

Kunst mit Radio

von

Es war wie ein Konzert im Kinosaal, würden sie sagen, wenn sie geblieben wären. Aber sie sind nicht geblieben, denn sie wollten Theater sehen. Auf einmal läuft ein Mann im Kleid auf der… Weiterlesen

„Du Müllhalde von Mensch“

von

Wir spielen. In jeder Situation eine andere Rolle. Ob im Supermarkt, beim Zähneputzen, im Café oder auf der Tanzfläche. Die Frage ist nur: In wie viele Teile spaltet sich unsere Persönlichkeit? Und: Ab… Weiterlesen

Generationsbrücke

von

„Mit dem Schrei rannten alle weg, auch der Geschützführer, vorne waren zwei Luftwaffenhelfer und ein alter Obergefreiter, die sprangen sofort weg. Und der alte Obergefreite wollte also noch diese Stange herausholen. Und dann… Weiterlesen

Die harten Zeichen

von

Die Hände sind hinter dem Kopf verschränkt. Eine Geste der Überführung. Brigitte Willfing beginnt eine pendelnde Drehbewegung im Takt der dröhnenden Musik während eine Frauenstimme die Zeit herunter zählt. Sofort entwickelt sich eine… Weiterlesen

Das Streben der Organismen

von

Sie winden sich, verknoten sich, kämpfen um ihren Platz. Sie steigen an einander empor und drücken sich gegenseitig wieder auf den Boden. Die Bewegungen der vier TänzerInnen erinnern an das Wachstum von Pflanzen… Weiterlesen