Ein Stück Fleisch

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„Mein Fleisch heißt Lulu“ wiederholt die halbnackte, bubenhaft wirkende Frau immer wieder auf der Bühne, fast schon klingt sie gelangweilt. Sie hat keinen Bock mehr, für jeden die bestimmte Projektion einer Traumfrau zu sein, sie ist Lulu und sie ist müde. Mit ihrer Unnahbarkeit steht sie mitten Raum, die anderen fünf prallen an ihr ab, sterben nacheinander. Doch diese Postiton behält sie nicht lange, am Ende räkelt sie sich auf dem Boden und erfreut sich der Gewalt eines Lustmörders.  „Lulu – Ein Stück Begehren“ bringt dem Publikum Schmerz und Verzweiflung ernüchternd nah. (ag)

Andresen/Panther/Lauch: Lulu – Ein Stück Begehren

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