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In „Erstickt“ sterben die Opfer nicht an Luftmangel, sondern meist an einer dicken Sticknadel. Täterin: Rüstige Stickereiexpertin in knielangem Rock. Helen Schumann verwandelt ihre Stickuntensilien auf ulkige Weise in unterschiedliche Charaktere. Aus Stickrahmen und Seidenstoff wird eine Braut, aus der ein Gesicht wird, und das wiederum wird ein mürrisches Wesen, das sich nach einer Weile in ein Neugeborenes verwandelt. Der bestürzte Blick lässt vermuten, dass sie es gar nicht will und dennoch: Am Ende „erstickt“ die Stickende jedes ihrer geschaffenen Geschöpfe mit Nadel und Faden. Wenn auch nicht gerade viel Tiefgang, so hat diese kurze Performance von Helen Schumann doch eine ganze Menge Witz. (ab)

Helen Schumann: Erstickt

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