Sind wir glücklich?

„Das Leben ist schön, man muss nur lernen mit dem auszukommen, was man hat.“ Mit diesen Worten empfangen die beiden Darstellerinnen der Theatergruppe dmh das Publikum, hosenträgertragend und barfuß. Sie erzählen Anton Tschechows Die Dame mit dem Hündchen. Anna und Dimitrij sind beide unglücklich verheiratet und finden Zerstreuung in einer gemeinsamen Affäre. Als sie in ihr altes Leben zurückkehren, können sie sich nicht vergessen. Ist es etwa Liebe? Zwänge machen unglücklich, das erzählt uns diese Geschichte, die vor der Kulisse dreier großer Holzrahmen gespielt wird. Von den Protagonistinnen wie im Tanz verschoben, verwandelt sich die Szenerie mal in ein Hotelzimmer, mal in einen Zug, mal in einen Dampfer auf dem Meer. Die zarte Choreografie, in die sich die Darstellerinnen hineingleiten lassen, die gezupfte Gitarrenmusik aus dem Verstärker, der geschickt zusammengesetzte Text, dieses Zusammenspiel malt Bilder. Ja, das Leben ist schön, solange man es sich schön macht. (hkw)

Theatergruppe dmh Die Dame mit dem Hündchen (A. Tschechow)

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