Der Mensch ist ein Blumenkohlröschen

Fotocredit: Paula/Sophiensaele

Fotocredit: Paula Reissig

Lights out, Spotlight on: Laurin Thiesmeyer. Auf der Agenda: Scheinindividualismus, Selbstverwirklichungszwang und Kapitalismus; „den kann man generell mitlesen“ verkündet er mit Fluppe zwischen den Fingern. So weit, so durchgekaut, spätestens seit der Omnipräsenz von Hipsterbärten. Doch gemeinsam mit Tobias Malcharzik werden diese Topoi in „Was ich gewagt haben würde, gedacht zu haben“ mit erfrischender Betroffenheit umgesetzt. Nicht einmal das Rezitativ zur Genese der Menschheit kippt ins Pathetische – dabei reicht der rhetorische Schwenk von Pre-Urknall-Leere bis zur gesellschaftlichen Aufspaltung der Moderne! Die Vereinzelung rückgängig machen? Utopisch. Dank Gymnastikbällen, Sisyphosmotivik und Gemüseanalogien hier aber immerhin unprätentiös reflektiert – und dadurch erträglich. (agy)

Laurin Thiesmeyer/Tobias Malcharzik: Was ich gewagt haben würde, gedacht zu haben

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