Der Baum, die Performerin

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Warten auf Lena Lux (Foto: Sonja Deffner)

Am schönsten ist das Ende: Lena Lux läuft aus der Grünfläche vor dem HAU2 heraus, zur Ampel an der Straße, Grün, weg, Applaus. Vorher hat sie sich auf der Erde gesuhlt, Löcher gegraben, ihren Kopf rein gesteckt. Hat die ZuschauerInnen untergraben, über Michel de Certeau gesprochen, der meint, ein Ort sei ein Raum, mit dem man etwas macht. Aus den Lautsprechern kommt ein Beitrag über die Zerstörung des Bodens durch Fracking. Der Mensch lebt nicht einfach, er wütet. Und irgendwann ist er dann wieder weg. Ohne Applaus. „Connective Ground“ ist ein kurzweiliges Stück, das gut in diesen kühlen Frühlingsabend passt.

Lena Lux: Connective Ground

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