Eine nebulöse Performance

„Passiert ja nix mehr hier“, sagt Einer und verschwindet in den Rauchschwaden. Zuvor hatte er schon zweimal versucht, durch zaghafte Applausversuche das Publikum zu erlösen. „Blur“ von Aline Landreau hat etwas von Dorfdisse: Viel zu viel Diskonebel, immer das Gleiche und man möchte eigentlich nur gehen. Man kann nur knapp einen Meter weit sehen. Auf der Bühne säuselt und stöhnt jemand. Vielleicht auch zwei Jemande? Keine Ahnung – man sieht ja nichts! Welche Message das Stück hat? Schleierhaft. Die Frage ist: Hätte man ohne Nebel mehr verstanden? Als sich der Nebel lichtet, weiß man jedenfalls: Es war nur ein Schauspieler. (as)

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