Tubakulose

Manchmal reichen 100 Worte kaum aus, um einem Stück auch nur annähernd gerecht zu werden. Das zu beschreiben, ja, hochleben zu lassen, was junge, freie Künstler mit einfachsten Mitteln auf die Bühne bringen. Berührende, bedrückende, radikale Vorstellungen, voller Dringlichkeit, Witz und guter Einfälle.
Manchmal können 100 Worte aber auch sehr, sehr lang sein. Zum Beispiel, wenn das Stück nur daraus besteht, wie einer abwechselnd aus Goethes Werther zitiert und Ton Steine Scherben-Songs, äh, aufsagt, und eine junge Frau emotionslos Tuba spielt. „Stiller Raum, stille Nacht, alles schläft, ich bin wach.“ Oh, jetzt sind sie doch schon rum, die 100 Worte.(fb)

Schritt für Schritt ins Paradies: Werther trifft Rio Reiser – Mia Constantine

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