Viel nackte Haut

Zwei junge Frauen, komplett nackt und jede Menge Gummi-Penisse. Irritierend und urkomisch ist das Stück „J.U.D.I.T.H.“, das eigentlich eine Bibelgeschichte erzählt: Judith köpft den Feldherrn Holofernes. Die Frauen sind Erzählerinnen und Darstellerinnen zugleich: Die nackten Judiths sind mal tollpatschig, mal stolz, stark und irgendwie liebenswürdig. Sie tragen einander auf den Schultern und basteln eine Penis-Kette. Zwischendurch kommentieren sie das Geschehen: „Eigentlich ist sie immer schneller beim Ausziehen.“ Und: „Die nächste Szene haben wir gestrichen, weil sie zu gewalttätig ist.“ Hinter all der Nacktheit steckt eine tiefere Bedeutung: Sie hinterfragen Geschlechterrollen und Machtverhältnisse. Vor allem zeigen sie Mut zur weiblichen Sexualität. (bic)

Marja Christians und Isabel Schwenk – J.U.D.I.T.H.

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