Zeit nehmen

Ein Ton. Stillstand. Foto: Arne Schmitt

Ein Ton. Stillstand. Foto: Arne Schmitt

Ein Mann streicht mit einem Geigenbogen über ein Blatt Papier. Eine Frau läuft an der Wand entlang, ihr glockenförmiger Papierrock knistert. Langsam wird es heller. „Slow Changes“ ist minimalistisch und poetisch. Jedes Geräusch und jede Bewegung hat Zeit, sich zu entfalten und zu wirken. Oft stehen die beiden Darsteller einfach still da. Einzelne Momente bedeuten mehr als im schnellen Alltagsrhythmus. Die intensiven Pausen befreien. Später spielt er einen Ton auf einer Geige. Sie bleibt stehen und wartet. Plötzlich fällt sie um. Danach tanzt sie, verrenkt sich. Sie sprechen nicht und schauen sich nicht an. Dennoch entsteht eine Kommunikation und Verbindung. (bic)

Claudia Garbe – Slow Changes

 

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