Dunkle Innenwelten

Er steht auf der Bühne wie in einem großen schwarzen Maul, wie unter Hochspannung. So als würde sich der ganze Schmerz der Welt auf einmal in ihm entladen, steht er 30 Minuten in Form gepresst da und aus seinem Mund schießt der Text wie Munition, der sich rhythmisch auf die Elektrosounds legt. Der muss doch irgendwann platzen, denke ich. Er spricht vom Moment ihrer ersten Begegnung und von etwas Unerklärlichem zwischen den Körpern, deren Ungreifbarkeit ihn fast umtreibt. Er spricht viel und zwischendurch verliere ich ihn, aber die Atmosphäre, die die Musik produziert, hat Substanz und hallt noch lange nach. (kr)

Advertisements