Kategorie-Archiv: Kritik in 100 Worten

Notiert, verwirrt, exekutiert

von

„Name? Geburtsort? Familienstand?“ fragt sie jeden, der hinein will. Auf Russisch. Sie ist kalt, zeigt keine Emotion. Der Dolmetscher übersetzt und notiert alles auf seinem Klemmbrett. Die Sitzreihen sind abgesperrt. Alle stehen auf… Weiterlesen

Überzeugende Adaption

von

„Ich hasse Männer.“ Die 17-jährige Sascha hat allen Grund zu dieser Aussage, musste sie doch mit ansehen, wie ihr Stiefvater ihre Mutter ermordete. Sie ist die Protagonistin von Alina Bronskys erfolgreichen Jugendroman Scherbenpark.… Weiterlesen

Was ist so toll daran, einen Schwanz zu haben?

von

Spieglein, Spieglein an der Wand… Die Stiefmutter kommt im Märchen selten gut weg. Dabei war beispielsweise die von Schneewittchen mit der frechen Göre einfach nur überfordert. Die angeblichen Mordversuche? Alles Intrigen! Zu dieser… Weiterlesen

Schlechte Nachrichten

von

Message over Messenger: Boten schlechter Nachrichten wurden antiken Griechenland nach getaner Arbeit entweder enthauptet. Oder erst gemartert und dann enthauptet. In ihrer Tradition sehen sich wohl die PerformerInnen Maria Tsitroudi und Gregor Glogowski,… Weiterlesen

Hamlet und ich

von

Kartenlegen mal anders. Claudia Schwartz vom Gnab Collective hat Schlüsselmotive aus Shakespeares „Hamlet“ nachgestellt und nimmt damit in einer persönlichen Sitzung Bezug auf Fragen, die man der Welt, Gott oder Shakespeare gerne stellen… Weiterlesen

Die Not der Nachstellung

von

Kriegsszenarien, Familienidylle am See, Kinder beim Spielen und Kühe. Viele, viele Kühe. Das zeigen die Bilder, die Emma Tricard und Claudia Tomasi in völliger Stille nachzustellen versuchen. Die weißen Markierungen auf dem Bühnenboden… Weiterlesen

Sand im Getriebe der Täuschung

von

Es soll um Lügen gehen. Ausreden. Und Sprichwörter darüber. Zitat James Joyce: „Der Erfinder der Notlüge liebte den Frieden mehr als die Wahrheit.“ Und so ist „Tulommelom“ von der Kompanie Zwischen ein sehr… Weiterlesen

Workout des Grauens

von

Harter Tobak, mit dem Arne V. den Zuschauer konfrontiert. Und nichts für Menschen ohne Sinn für Ironie. Terror als neue Kommunikationsform schlägt er vor und gibt eine Anleitung für das künftige Dasein zwischen… Weiterlesen

Powered by Agassi

von

So schön „Forever Young“ von Alphaville auch ist, am Ende hätte es gereicht, wenn die drei Sportskanonen auf der Bühne nur eine Strophe gesungen hätten. Aber naja. Der Rest war richtig, richtig gut!… Weiterlesen

Pitsch, Patsch, Pinguin

von

Drei Zelte, es ist Nacht und die Polarforscher fallen, stolpern, fliegen, schlittern in der Gegend herum. Zwei DJs spielen Dance-Mucke und die Camper singen irgendetwas von einem „crystal krill“. Im Mondscheinlicht watschelt ein… Weiterlesen