Kategorie-Archiv: Kritik in 100 Worten

Schlechtes Neu, schlechtes Kölln

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„Vielleicht funktioniert es auch nur im schönen Neukölln“, heißt es zwischendurch und ich denke mir, hoffentlich nicht. Denn eigentlich habe ich den Bezirk ganz gern. Schlechte Witze, überambitionierte Spieler, die versuchen, Komik zu… Weiterlesen

Erinnerungen an eine Stasi-Inhaftierung

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Ein junger Schauspieler wird 1984 von der Stasi verhaftet aufgrund seiner satirisch-kritischen Gedichte. Schnell schreibt er noch eine Abschiedsnotiz an seine Freundin, danach muss er Alltagskleidung gegen Joggingoutfit tauschen. Was ihm sonst noch… Weiterlesen

Und was ist jetzt mit Felix eigentlich?

von

Mira hat da so ein Problem: der Junge, Felix, mit dem sie zusammen ist, liegt nach einer durchzechten Nacht im Koma. Eigentlich müsste sie damit ein ziemlich großes Problem haben, denn wer will… Weiterlesen

Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Ich Wer?

von

Den Delay voll aufgedreht produziert der Gitarrist den Klangteppich für eine Lectureperformance, deren Protagonistin in Batiktuch gehüllt und mit Blumen-Clown-Zylinder verziert auf die Bühne krabbelt, um zunächst das unglaubliche Zahlengeheimnis des Wortes ICH… Weiterlesen

Improtheater kenn ich anders

von

Eine rührende Geschichte über drei Freunde: Künstler, Schäfer, Seilbahnwächter und natürlich die Liebe. Die drei sympathischen und spielfreudigen Männer aus denen die Improtheatergruppe „Freiwild“ besteht, gewinnt das Herz des Publikums mit netten Ideen… Weiterlesen

Die Wahrheit über Frauen

von

Die sehr direkte Perspektive auf die Balz-, Paarungs- und Austragungsrituale von Wasserkäferweibchen und allerhand anderem Getier werden mit einem großartig gesungenen und begleiteten Schumann collagiert. Darunter mischen sich sozial-zoologische Zitate über das Wesen… Weiterlesen

Wie war das da bei Anfang?

von

Am Anfang war das Licht. Das Licht war neongrün und neonpink und fiel dann als schmaler, weißer Streifen quer über den Planeten. In die große Stille tritt eine Mezzosopranistin und singt, sie sei… Weiterlesen

Kunstreiten

von

Die Dressurmeisterin (und Soundtüftlerin) öffnet die Stalltür, auf die Spielwiese traben fünf junge Stuten. Sie scheuen, galoppieren und bäumen sich auf. Sie werden dressiert, vermessen, gescannt, getäschelt und begutachtet. Sie sind eigenwillig, verspielt,… Weiterlesen

Liebe, oh, Liebe, ich muss Ihnen sagen, wie ich fühle über Sie

von

Ich sehe überdurchschnittlich kostümierte Schauspieler in einem überdurchschnittlich ausgestatteten Bühnenbild. Ich denke: Vielleicht mein erstes relativ klassisches Stück innerhalb der letzten drei Tage. – Stimmt nicht: Die Dialoge zwischen den sechs Figuren googlen… Weiterlesen

Darüber, dass alles so gleich ist im Menschen und er sich alles abschneidet, was übersteht, den Anderen gleich mit

von

Falls sich jemand wundert: Ich habe heute für jede meiner anderen Kritiken exakt 100 Worte verwendet und gönne mir deshalb jetzt, in der letzte Ausgabe der Festivalzeitung, den Luxus der unbegrenzten Worte. Mit… Weiterlesen