Schwere Arbeit, aber sehr menschlich

Wo sind meine Leichen

Absurdes Theater 100°-Style: Lola Fonsèque interpretiert „Le cavalier bizarre“ des belgischen Autors Michel de Ghelderode und schmeißt ihren Körper dazu blitzschnell von einer Rolle in die nächste. Mal auf Knien, mal auf einem Esel reitend erkundet sie so verschiedene Stationen in einem Altersheim. Sie will eine Eule füttern, indem sie sie mit Keksen befeuert und jagt als wabbeliger Tod in Stöckelschuhen ihr Alter Ego durch das simplistische Bühnenbild. Irre Blicke, große Gesten. Von einer Posaune begleitet macht Lola Fonsèque dem Absurden eine Liebeserklärung und während ein kleiner Teil des Publikums keine Miene verzieht, hat sie den Rest gleich mit verführt. (cr)

Lola Fonsèque – Wo sind meine Leichen?

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