Selbstmord im Spielzeughaus

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Foto: Arne Schmitt

Kevin allein zu Haus – einer dieser Konsensfilme, der alle Jahre wieder die Familie vorm Fernseher versammelt. Eine ganz und gar nicht jugendfreie Adaption liefern Georg Carstens und Felix Lücke mit Kevin allein in der Endlichkeit. In einem Setting aus weißer Tür, Sandkastenhäuschen und Mini-Küche spielt Lücke den Zuhausgelassenen in einer Mischung aus triebgesteuertem Elvis und wahnsinnigem James Dean. Roter Pulli, statt coole Lederjacke. Erfolgloses Zielwichsen und schizophrene Abstimmung über den Verzehr von Schoko-Eis inklusive.
Die One-Man-Tour-de-Force strotzt vor absurden Einfällen. Zu Beginn legt Lücke ein Tänzchen mit ferngesteuertem Auto hin, später nutzt er dessen „Abgase“ für den Selbstmordversuch im Plastikhäuschen.

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