Love for Sale

Es sollte eine Reise in das Berlin der 20er Jahre werden. Das Foyer des HAU2s erstrahlt im Rotlicht der blühenden Prostitution und die Bühne, in reicher Ausstattung mit Kerzen und allerlei KrimsKrams versehen, mutet an wie ein verruchter Jazzkeller. Der Pianist spielt eine leichtfüßige Version von Scott Joplins Entertainer, während zwei Gestalten eine Nummer an der Bar schieben. Die Jazz-Historikern, die diese Kreuzung aus One-man-Musical und Hörkassette mit Lehrauftrag mit auf den Weg gebracht hat, hat viel Liebe in die Konzeption gesteckt. Irgendwie auch mutig, auf so ein konventionelles Theaterformat zurückzugreifen. Doch die Grätsche zwischen Bildung und Entertainment gelingt nicht. (kr)

Foto: Katharina Rösch

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