Die vierte Hand

Auftritt die Queen: kein roter Vorhang geht auf, kein roter Teppich wird ausgerollt und doch ist ihre pure Präsenz majestätisch: Der königliche Körper, personifiziert von einer Performerin in weinroter Robe mit alabasterfarbenen Porzellanarmen, entwickelt in dieser parodistisch-chaplinesken Performance, die an Alice im Wunderland anlehnt und auf humorvolle Art eher Fremdmanipulation und Entfremdung in einem Horrorland zeigt, ein Eigenleben: Vierte Hände bemächtigen sich erst der Robe, bringen dabei recht unmajästetische Omawäsche zum Vorschein, bringen dann erst zwei Gelantiniehäschen und letzten Endes die fremdgesteuerte Majestät selbst um: Sie wird unter ihrer pupurnen Robe begraben. The queen is dead. Long live the queen! (ell)

Ulrike Kley: Die Queen

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