Palästina Solo

Ein Flüchtlingscamp in Jalazoun, Westjordanland. Brisanter Ort, großes Thema und damit auf die Bühne. Sara Gebran macht das und zwar mit ihrem Körper. Sie kennt das Camp, hat dort ein Projekt geleitet und mehrere Wochen gelebt. Doch statt davon zu erzählen, jagt sie die Erinnerungen durch eine Interpretationsmaschine. 100 selbst geschossene Camp-Fotos wurden von 20 befreundeten Künstlern in Bewegungsphrasen übersetzt und dann von Gebran einstudiert. Aus Camp wurden Fotos wurde Bewegungen wurde Performance. Übrig bleibt: ihr Körper, liegend, hüpfend, hechelnd, voller Gesten und Zeichen. Ein Stück multisubjektives Palästina. Die Eindrücke bleiben, aber Fotos wollte das Publikum am Ende trotzdem noch sehen. (mm)

Sara Gebran: How to get water into the tire?

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