Monsterdiskriminierung

Es lebt.

Es lebt.

Der Saal ist dunkel und ein junger Mann sitzt zwischen Teelichtern und pfeift vor sich hin. Sehr leise, aber glasklar. Das dauert eine Weile und als man gerade auf die Uhr schaut, passiert doch noch was. Das Wesen regt sich! Ein tiefer Atmer wandelt sich in seiner Kehle zu einem Röcheln und schließlich einem markerschütterndem Kreischen. Es schreit mich an und ich wünsche mir ein Kissen herbei, um den Lärm zu ersticken. Doch es gibt kein Kissen und das Monster schreit weiter. Es windet sich und knurrt, irgendwann versucht es, zu sprechen. Man kann nicht bestreiten: Die Performance war roh. (cr)

Jo Koppe – Birth of a Tender Beast

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